Jochen Winter - Landschaften und Bilder
Jochen Winter - Landschaften und Bilder

                                                 Aktuelles

                      Es wird einige Motive aus der Uckermark geben                                        

            hier kommen die Skizzen der ersten beiden in 80 x 100                         und darunter ein drittes Motiv, ein sonniger Birkenweg

Ich möchte mich in der nächsten Zeit in meinen Arbeiten einer Landschaft widmen, die ich schon lange kenne und der ich mich zutiefst verbunden fühle. Liebe ich doch die wunderbare Weite dieser Landschaft, die (scheinbare) Kargheit, die dornigen Schlehenhecken an den alten Landstraßen und die zurückhaltende Herzlichkeit der Uckermärker. Mit Wehmut und Trauer stelle ich jedes Jahr etwas mehr fest, wie die alten Höfe und ihre Menschen in den Dörfern verschwinden und dafür gesichtslose und leblose Feriendomiziele entstehen, grelle häßliche Unterkünfte für reiche Städter, die mit ihrer Unrast und Oberflächlichkeit den Einheimischen das Leben erklären wollen, das doch eigenrlich gar keines ist. Und weil ich da das Einfache und Ursprüngliche mag, male ich Bilder wie diese, Bilder die von der stillen tiefen Schönheit  dieser Landschaft erzählen. Diese Orte gibt es so wirklich und ich hab sie genau so auf meinen Wanderungen angetroffen. Das erste ein stilles Seeufer mit Schilf im Vordergrund und einem Blick über den See und die tiefen Wälder an den Ufern.

In der zweiten Arbeit thematisiere ich den typischen weiten Himmel der Uckermark. Ein verwachsener Feldweg führt eine Anhöhe zwischen alten Wiesenkoppeln hinauf und quasi weiter in einen großen Himmel. Am Horizont einige alte Kiefern, in denen der Wind rauscht....

 

und hier kommt das nächste Uckermark-Motiv (60x80cm)

- ein von Birken gesäumter Feldweg

Weiter geht's - ganz behutsam - mit der Ausarbeitung des Lichtes und der Details. Ich lass es zwischendurch immer etwas trocknen, so daß keine unerwünschte Vermischung der Farben zustande kommt. Bis jetzt stimmt der Weg ;-)

 

 

Heute ist in groben Zügen der Weg entstanden und die Birkenstämme sind auch im entstehen.

Ich muß aufpassen, daß die Luftig-und Leichtigkeit des Motives herausgearbeitet wird

Wie immer hab ich schon mal grob vorgearbeitet. Die Stimmung und das Licht sind fixiert. Der Weg wird natürlich nicht so schnurgrade bleiben. Auch links der Schatten auf dem Feld wird noch differenzierter. Aber in dieser Phase der Arbeit gehts eigentlich nur um die "Weichenstellung" für die eigentliche Arbeit!

 

rechts im Bild hats etwas geblendet

Hier nun das zweite Uckermark-Motiv (auch 80x100)

Diese eigenwillige Wolkenformation hab ich im letzten Jahr tatsächlich so erlebt und hatte mir da sofort vorgenommen, die in eine Arbeit zu übernehmen. Der Himmel wirkte unheimlich weit und Landschaft war eigentlich nur eine Wildwiese und ein kleiner Weg hindurch. Nachdem die alten Pfosten des Koppelzauns entstanden sind, ist jetzt letztendlich auch noch der Koppelraht hinzugekommen und die Wegränder haben ihren letzten Schliff bekommen. Damit ist auch diese Arbeit beendet ;-)

die alte Koppel hat heut noch ihren Draht erhalten

Ich hhab das Bild heut beim letzten Tageslicht fotografiert, da fehlt etwas die Brillanz. Aber trotzdem immer noch besser als bei Kunstlicht, wo immer dieser häßliche Gelbstich auftritt. Ein paar Kleinigkeiten noch, dann ists fertig!

Die Wegränder bekommen noch einige Details und etwas mehr Kontrast. Aber ich finde, das Motiv läßt jetzt schon die charakteristische Weite und den hohen Himmel der Uckermark erkennen.

           Das erste Uckermark-Motiv - der Linow-See - ist fertig!

Es ging schneller voran mit meinem Uckermark-Seeufer, als ich dachte. Manchmal läufts richtig gut, aber das liegt vielleicht auch daran, daß ich diesen Linow-See in der Uckermark schon seit meiner Jugendzeit kenne und hier manch guten Fisch fangen konnte, im Winter auf dem Eis war und und....

(Deshalb sieht er auf dem Bild auch ein bischen so aus, wie ich ihn in meiner Erinnerung hab ;-))

So lass' ich's jetzt erst mal, bin relativ glücklich mit dem Ergebnis

Immer noch alles sehr grob, aber es geht doch voran!

Das Wasser ist immer wieder eine große Herausforderung; besonders schwierig wird's wenn noch der flache Uferbereich durch das Wasser scheint!

Der Himmel ist so ziemlich fertig, als nächstes werden die Lichter eingearbeitet

Kaum einen Baum mag ich so sehr wie die Birken! Ich mag diese "schwingende anmutige Leichtigkeit" und das Licht dieser Bäume. Und deshalb ist dieses Motiv eines lichtdurchfluteten Landweges, der an beiden Rändern von Birken gesäumt wird, deren Blätter leicht im Wind schwingen, mit bei dieser Uckermarkserie dabei!

       Die Arbeit geht weiter - das Ostseebild ist nun auch fertig                     

So solls jetzt bleiben, es ist mittlerweile die 3. Version dieses Motives und trotzdem hat auch diese Arbeit ihre eigene "Individualität" erhalten. Was alle gemeinsam haben, ist diese typische "Ostsee-Wind-und-Strand-Atmosphäre", ich hab beim malen quasi den nassen Strand unter den Füßen gespürt! ;-)) Die Segelboote und der Fischkutter sind auf dem Foto leider nicht richtig zu erkennen, aber auf dem Bild selbst kommts ganz gut rüber.

so langsam nähere ich mich der Detailarbeit, vorn das Wasser, der Strand - hier ist noch etwas Arbeit nötig. Ein Boot, natürlich Möwen und einige belebende Objekte sollen noch kommen

 

Das Waren-Bild war eine, jedenfalls empfinde ich das so, recht anstrengende Arbeit, da die Häuser und Boote nicht nur in der richtigen Perspektive, sondern auch von der äußeren Form her so herausgearbeitet werden mußten, daß sie auch wiedererkannt werden können. Eigentlich wollte ich ja einen dunklen Himmel für die Arbeit, aber ich hab mich dann im nachhinein für diesen typisch norddeutschen Himmel entschieden, also Wolken und auch etwas Sonne. Mittlerweile ist es fertig und auch die letzten Möwen sind an ihrem Platz gelandet. 

 

 

Es ist vielleicht mal ganz interessant zu sehen, wie die Leinwand der Arbeit aus ca 20cm Entfernung für die Kamera aussieht. Es macht auch ein wenig die Herausforderung der Detailarbeit für den Maler deutlich ;-) Gerade eine größere Anzahl von Menschen erfordert schon eine relativ konzentrierte Arbeit. Deshalb hier mal einige Ausschnitte aus dem Bild von ganz ganz nah:

 

Heute hab ich mal bei recht gutem Tageslicht ein Foto gemacht und bin einigermaßen zufrieden mit dem Ergebnis (die nochmalige Arbeit an den Wolken hat sich ausgezahlt, das Motiv hat nun auch "Weite" bekommen)  Zum einen haben die Farben schon etwas antrocknen können und zum anderen konnte ich einen ersten Eindruck der Wirkung der Arbeit bei  gutem Tageslicht gewinnen. Ich bin relativ zufrieden mit dem Ergebnis, das Motiv scheut das Licht nicht, im Gegenteil - um so mehr Licht um so besser! Der Eindruck eines hellen frischen und windigen Tages im Warener Hafen kommt gut rüber (in Natura noch tatsächlich bedeutend besser als auf dem Foto, zu einer etwas realistischeren Wirkung sollte man vielleicht mal den Bildschirm etwas heller stellen!!) 

So hoffe ich jetzt in den nächsten Tagen mit den letzten Details fertig zu werden.

Freue mich übrigens sehr, daß es schon erste Interessenten gibt! ;-)

 

Die Boote liegen nun also vor Anker, jetzt gehts an die Menschen im Vordegrund, das Wasser hat auch noch nicht sein endgültiges Aussehen und im Himmel muß ich auch noch tätig werden... 

Hier ist also schon mal etwas Farbe ins Motiv gkommen. Vieles ist noch sehr grob, die blauen Schatten in der Steilküste werden noch reellere Farben bekommen, die Bäume und Sträucher auf dem Steilufer werden noch ausgearbeitet und das Wasser ist auch noch sehr grob - aber die Richtung ist festgelegt. 

hier die Skizze für die Steilküste

 

                        Ein Waldstück mit viel Sonne in 80 x100

Jetzt mal etwas ganz anderes - ein Motiv aus dem Waldesinneren; genauer ein kleiner Weg, der sich durch Fichten und grünes Moos schlängelt. Im Hintergrund schimmert leicht ein See durch die Stämme. Die strahlende Sonne kommt von vorn und "zaubert" wundervolle Lichtspiele auf die Stämme der Bäume und den Boden, so ist es zumindest mal angedacht und so auch von mir im letzten Jahr auf einer "Motiv-Wanderung" gesehen. Nach der Arbeitsskizze und der groben Untermalung gehts jetzt an die richtige Arbeit; dabei ist besonders darauf zu achten, daß das Licht erhalten und vorsichtig "verfeinert" wird! Ja, das ist jetzt  "richtige" Arbeit, es müssen noch eine Menge Details eingearbeitet werden. Es müssen auch immer wieder "Trocken-Pausen" eingelegt werden, um ein nicht gewolltes Vermischen der Farben zu verhindern. Aber ich denke, es ist zu sehen, wohin die Reise geht. 

Nachdem Licht und Schärfe präzisiert wurden und es auch gelungen ist, daß das Motiv seine Räumlichkeit und sein Leuchten behält, bin ich jetzt fast am Ende. Ich will hier erst mal anhalten, eh ich noch durch zu viel "Präzisieren" die Lichteffekte wieder zerstöre. Das geht erfahrungsgemäß ganz ganz schnell und eh man sich versieht, ist alles kaputt! ;-))

Also - so bleibts erstmal:

 

Dies Foto zeigt das Bild bei normalem hellen Tageslicht ohne zusätzliche Beleuchtung. Das Licht ist quasi im Bild eingearbeitet.

 

 

Dies Foto zeigt auch das fertige Bild, allerdings ist hier der Lichteinfall bedeutend geringer, ein etwas dunklerer Standort also. Es ist immer wieder interessant und faszinierend zu sehen, wie das Licht die Arbeit beeinflußt! Es ist also durch eine entsprechende Hängung bzw. Beleuchtung möglich, das Motiv - je nach persönlicher Vorliebe - bis zu einem gewissen Grad- anzupassen.

                                        Wiederentdeckt

In letzter Zeit wurde ich des öfteren nach Motiven aus der Uckermark gefragt. Da hab ich mich erinnert, daß ich vor über 10 Jahren mal ein - eigentlich nicht schlechtes Bild - mit Thema Uckermark einfach aus Spaß gemacht habe. Irgendwie ist es in Vergessenheit geraten. Ich hab es diese Woche mal vorgekramt und als ich am Mittwoch zum Farbenkaufen bei Boesner war, stand mir dort ein einzelner Rahmen im Weg. Als ich ihn sah, mußte ich gleich an dieses Bild denken und hab ihn mitgenommen. Er passt tatsächlich super für dies Uckermark-Bild - oder?

Ich hab versucht,  in diesem Bild all das zu vereinen, was ich mit dieser Landschaft verbinde: ein weiter Himmel über einer einsamen und etwas melancholischen Landschaft, uralte Landstraßen mit dornigen Schlehenhecken. Diese gewisse (im positiven Sinne) Melancholie dieser Landschaft wird noch durch die kahle alte Birke und die winterliche Jahreszeit unterstrichen. Und wenn ich mir das Bild jetzt so betrachte, bin ich sehr froh, daß ich es wiederentdeckt habe. 

Meine "Nordische Abendstimmung" noch einmal etwas größer -                                     hier kommt sie nun in 80 x 100cm

So möchte ich's erst mal lassen, in der Gesamtheit ist es recht stimmig und die Atmosphäre ist in etwa so, wie ich sie in Erinnerung habe. Es ist schon ein erheblicher Unterschied, ob ich das Motiv in 30x40 oder - wie hier- in 80 x100 darstellen muß. Vieles, was ich in der kleinen Arbeit mit wenigen Pinselstrichen darstelle, bedarf hier schon einer bedeutend sorgfältigerer Ausarbeitung. Aber insgesamt eine Arbeit, die mir viel Freude gemacht hat. Mit dem Licht beim fotografieren wars wie immer etwas grenzwertig, aber es geht grad noch durch. Real ist etwas mehr Sonne im Ufer und links hinten ists nicht ganz so dunkel. Aber wenn ich's nachbearbeite, stimmt wieder ganz schnell der Himmel nicht mehr oder alles erscheint zu "flach" oder zu schwarz oder......- Also bleibts so!

 

## wenn man den Bildschirm/ Display etwas heller einstellt, kommts der Ralität schon näher!!##

Es muß noch in einigen Bereichen korrigiert werden, aber in der Gesamtheit bin ich zufrieden und ein gutes Stück weiter. 

Im Augenblick bin ich an mehreren Projekten gleichzeitig dran, eins davon ist die "Nordische Abendstimmung (die ich vor kurzem schon mal in 30x40cm gemacht hab) jetzt in einer ordentlichen Größe von 80 x 100cm. In dieser Größe ist das  schon etwas anspruchsvoller, das Licht kommt hier ein wenig "überarbeitet". Himmel und Hintergrund stehen und heut war ich in einem ersten "Zug" am Schilf und Wasser. Gerade das Schilf hat es, zumindest nach meienm Empfinden, immer ganz schön "in sich". Soll es doch auch auf der Leinwand die selbe Luftig-und Leichtigkeit ausstrahlen wie in der Natur. Und das ist gar nicht so einfach! Aber für heut ist erstmal Schluß!

 

Der Kunstmarkt der Generationen am Samstag, den 22.6.  - ein wunderbarer Tag im Schloßpark Lichterfelde

Tja, - auch hier kann ich nur lobende Worte für diesen - diesmal wirklich perfekt organisierten - Markt finden. Ich bin ja nun seit dem 1. Markt im Schloßpark mit dabei, weil ich die Umgebung unter den alten Bäumen mag, die Ausrichter mir sehr symphatische Menschen sind und ich muß sagen, nachdem in den letzten Jahren doch die ein oder andere kleine Panne speziell beim Standaufbau auftrat, so war in diesem Jahr - aus meiner Sicht - absolut nichts zu bemängeln. Vom Ablauf übers Wetter bis zum zahlreichen Publikum hat alles gestimmt. Viele, mittlerweile altbekannte Gesichter konnte ich zu meiner Freude wieder begrüßen und auch das Geschäft lief super. (Das ist ja nicht ganz unwichtig, denn das ist ja letztendlich Sinn und Zweck des Marktes) Auch hier haben sich wieder neue und interessante Kontakte ergeben. 

Ich habe große Hochachtung vor der Leistung von Anna Schmidt, Manuela Kolinski und ihrem ehrenamtlichen!!! Team, die hier jedes Jahr wirklich Großes auf die Beine stellen. Einen ganz großen und herzlichen Dank an dieser Stelle allen Beteiligten! Gern bin ich auch im nächsten Jahr wieder dabei, wenn es denn heißt, "der 7. Kunstmarkt der Generationen öffnet wieder seine Pforten"

 

Und hier mein Fazit zum Kunstfest Pankow:

Wow - was für zwei tolle Tage!!! Da hat einfach alles gestimmt: eine wirklich perfekte Organisation (soweit ich das beurteilen kann), große - für die Aussteller komfortable - Stände zum präsentieren der Arbeiten, das tolle Wetter ( am Samstag sehr heiß und am Sonntag etwas kühler und dadurch - weil falsch angezogen - ein bibbernder Künstler ;-)) ) ein vielseitiges und buntes Rahmenprogramm - und ganz wichtig: ein tolles und in großer Zahl strömendes Publikum! - Ja, man merkt es meinen Worten vielleicht schon an, ich war und bin wirklich begeistert. Nachdem ich ja im letzten Jahr schon Gelegenheit hatte, hier präsent sein zu können und es als "gut" befunden hatte, so mag es nach den diesjährigen Erfahrungen nur ein "Vorspiel" gewesen sein. Ich hab tatsächlich fast die ganzen zwei Tage immer stramm zu tun gehabt, unzählige Menschen, die sich für meine Arbeit interessierten und ebenso viele interessante (und das meine ich ehrlich!) Gespräche, darunter ganz viel "junge" Menschen (was mich ganz doll freut), da war das junge Paar, das sich gerade eine Wohnung einrichtet und nach Bildern suchte, die junge Frau, die meine letzte Arbeit so berührt hat, der tolle ältere Maler, der mit seinem Skizzenbuch die ganze Welt bereist hat, der junge Mann, der an meinen Bildern nicht vorbei kam und und und... Ich kann unmöglich alle aufzählen, aber es waren zwei Tage, die mir sicher im Gedächtnis bleiben werden. Nun ja, ich gebe zu, nicht nur in ideeller Hinsicht ;-)! Es freut mich natürlich auch sehr, daß wieder eine Vielzahl von Arbeiten ein neues Zuhause gefunden haben bzw. neue Aufträge zustande gekommen sind, darunter einige echte Herausforderungen.

Also, mein Fazit: ZUM KUNSTFEST DER GESOBAU IN PANKOW GERNE WIEDER!!

 

Hier einige Eindrücke, bevor das Fest eröffnet war - später hatte ich einfach keine Zeit mehr!

 

Ich lass die Bilder unkommentiert, es sind einfach nur Streiflichter VOR der Eröffnung, nachher wars wirklich richtig voll! Im ersten Bild ist mein Stand zu sehen.


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